Kaum zu glauben, aber wahr! Unsere Vorfahren erreichten die Burgwallinsel über eine 750 m lange Holzbrücke - ein technisch perfektes Bauwerk ohne einen einzigen Nagel. Das Meisterstück an der Sache: Im Gefahrenfalle konnte die Brücke im Stecksystem fast vollständig demontiert werden. Die Insel bot somit rech wirksamen Schutz vor Angreifern.
Zu verdanken sind unsere heutigen Erkenntnisse den Historikern Unverzagt und Schuld. Anfang der 50-er Jahre nahmen sie die Burgwallinsel sprichwörtlich unter die Lupe. Neben der schon erwähnten Brücke brachten sie mehrere Funde zu Tage, welche Rückschlüsse auf die damalige Lebensweise zuließen. U. a. fanden sie heraus, dass die Innenflächen von Vor- und Hauptburg besiedelt waren. Tonscherben und Knochenpfrieme sowie Spinnwirtel zu Woll- und Faserverarbeitung zeugen von einer gut entwickelten Handwerkskunst. Auf der Speisekarte der Siedler standen vor allem Schwein, Rind, Ziege, Schaf, Geflügel und natürlich auch Getreide.


